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Knorpel-Knochen-Transplantation
Knorpel-Knochentransplantation
Die Knorpel-Knochentransplantation wird auch als autologe osteochondrale Transplantation, der sogenannten Mosaikplastik, bezeichnet. Hierbei werden Knochen-Knorpelzylinder aus nicht gelenktragenden Anteilen, in der Vielzahl der Fälle vom Kniegelenk entnommen und an den Ort der Läsion am Sprungbein transferiert.
Zunächst wird durch eine Gelenkspiegelung des oberen Sprunggelenkes der Defekt in seiner Größe und Ausdehnung abgeschätzt. „Ideale Defekte haben einen Durchmesser von ca. 10 mm und liegen an der inneren oder äußeren Gelenkfläche des Sprungbeines bei ansonsten normaler Gelenkfläche. Im direkten Anschluß erfolgt die offene Gelenkoperation. Bei an der inneren Gelenkfläche liegenden Defekten ist es ggf. erforderlich den Innenknöchel für die Operation zu lösen, um einen besseren Zugang zum Gelenk zu erhalten. Dieser wird nach erfolgter Knorpel-Knochentransplantation wieder mit zwei Schrauben fixiert. Die entsprechenden Knorpel-Knochentransplantate werden i. d. R. aus den nicht lasttragenden Gelenkanteilen des gleichseitigen Kniegelenkes entnommen. Diese werden anschließend wie Dübel in den Defekt am Sprungbein eingepresst und die Gelenkfläche somit rekonstruiert. Die Knorpel-Knochenzylinder verwachsen knöchern mit dem angrenzenden Knochen des Sprungbeines. Für diesen Zeitraum (ca. 3-6 Wochen) ist eine Entlastung des Sprunggelenkes zu empfehlen.



Operative Technik einer Knorpel-Knochentransplantation an die Innenfläche des Sprungbeines (mediale Talusschulter). Loslösen des Innenknöchels zur besseren Übersicht (Bild links). Entnahme der Knorpel-Knochentransplantate vom nicht-gelenktragenden Anteil des Kniegelenkes und Transfer zum Sprungbein (mittiges Bild). Eingesetzte Knorpel-Knochentransplantate und refixierter Innenknöchel (Bild rechts).
Nach erfolgter Knorpel-Knochentransplantation ist eine Entlastung des Sprunggelenkes an zwei Unteramgehstützen für einen Zeitraum von 3-6 Wochen zu empfehlen. Dieser Zeitraum ist notwendig, damit die Zylinder mit dem angrenzenden Knochen am Sprungbein verwachsen können. Unmittelbar nach der Operation erfolgt die Bewegungstherapie. Diese wird unter krankengymnastischer Anleitung durchgeführt. Die Bewegungstherapie ist zwingend notwendig, um die Wiederherstellung der Gelenkmechanik und die knorpelige Integration der Transplantate zu fördern. Für den Zeitraum der Entlastung ist eine Thromboseprophylaxe zu empfehlen. Im weiteren Verlauf wird der Einheilungsprozess der Knorpel-Knochen-Transplantate durch Verlaufskontrollen anhand von Röntgenbildern und Kernspintomographien bewertet.