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Arthroskopische Chirurgie
Inhalt
Fortschritte der Technologie der letzten Jahre haben chirurgische Operationen innerhalb von Gelenken möglich gemacht, ohne diese mittels eines Schnittes zu eröffnen.
Die Anwendung verschiedener dünner Rohre mit Staboptik zur Spiegelung von Gelenken - genannt Arthroskop - gibt den hierauf spezialisierten Ärzten die Möglichkeit in Gelenke zu sehen. Hierdurch ist zunächst die genaue Diagnostik von Gelenkerkrankungen möglich. Fotografische Aufnahmen und Videodokumentationen sind durch die Miniaturlinsen des Arthroskops mittlerweile zur Routine geworden. Auch die Erstellung von digitalem Bildmaterial ist möglich (Projekt Qualis®) und bei uns schon seit 1995 Routine. Die zunehmende Miniaturisierung der Arbeitsinstrumente für Gelenkchirurgen ermöglichen inzwischen früher nicht denkbare Formen der operativen Behandlung von Gelenkschäden. Die hierfür notwendige Spezialisierung kann nur in langjähriger Ausbildung erlernt werden, erfordert eine dauernde Beschäftigung mit der Materie und eine hohe Zahl von entsprechenden Eingriffen, um die hierfür notwendige Routine zu erhalten. Diese Art von Gelenkchirurgie, die sog. Mikrochirurgie wird in größerer Zahl an einigen Krankenhäusern aber in zunehmendem Maße - vor allem ambulant - in sog. Praxiskliniken durchgeführt.
Die letzten Jahre haben uns eine rasante Entwicklung von verschiedenartigsten mikrochirurgischen Instrumenten für die arthroskopische Chirurgie beschehrt. Es gibt nun eine Vielzahl von Instrumenten, die mit fast jedem Problem im Gelenkbinnenraum fertig werden können.
Inzwischen werden arthroskopische Eingriffe an fast allen Gelenken des menschlischen Körpers durchgeführt, wobei sich die Operationen an sehr kleinen Gelenken noch im experimentellen Stadium befinden.
Die jährliche Zahl von arthroskopischen Eingriffen/Gelenk in der Praxisklinik staffelt sich wie folgt: Knie >400, Schulter > 400, Ellenbogen ca. 40, Sprunggelenk ca. 35 .
Die großen Vorteile der arthroskopischen Operation sind:
- geringe oder gar keine Schmerzen unmittelbar nach der Operation und in den folgenden Tagen
- keine Ruhigstellung des Gelenkes
- Aufstehen und Laufen - unter Zuhilfenahme von Gehstützen - am Operationstag auch bei Eingriffen an den unteren Extremitäten
- schnelle Rehabilitation
- alle diese Eingriffe sind prinzipiell ambulant möglich
Abbildung: Einführen der Miniaturkamera in ein Kniegelenk
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Hinweise zum Verhalten nach einer arthroskopischen OP
Am Tage nach der Operation wird der Verband gewechselt, die kleinen Hautöffnungen werden teilweise nicht genäht, damit evtl. noch bestehende Ergußbildungen oder kleine Blutungen abfließen können. Eine Drainage wird nur in das Gelenk eingelegt, wenn die Möglichkeit der Nachblutung besteht. Sie dürfen Ihr Gelenk am ersten Tag nach der Operation auch bei Eingriffen an den unteren Extremitäten wieder teilbebelasten. Krankengymnasten sollten Sie nach der Operation betreuen und mit Ihnen gezielte Übungen durchführen. Duschen ist für 7 Tage, Baden für 14 Tage nach der Operation nicht zu empfehlen. Ihr Gelenk kann etwas geschwollen sein und es kann sich ein kleiner Gelenkerguß entwickelt haben. Die Schwellung und auch der Gelenkerguß bilden sich nach unseren Erfahrungen meist von selbst zurück, manchmal kann es allerdings erforderlich sein einen Gelenkerguß durch eine Punktion zu behandeln.
Genauere Hinweise zu einzelnen Operationen finden Sie unter den Patienteninformationen. Zu Komplikationsmöglichkeiten von Operationen gibt die Patienteninformation Komplikationen und Risiken Auskunft.